Der Vagusnerv: Die Wissenschaft vom Heißhunger

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ca. 1 Minuten Lesezeit, 24.12.2020

Die Mikrobiomforschung hat es sich zur Aufgabe gemacht, herauszufinden, wie die ca. 50 Billionen Bakterien, die der menschliche Körper beherbergt, mit unserer Gesundheit zusammenhängen. Und auch wenn die euphorische Stimmung, die in diesem neuen Forschungsfeld herrscht, wohl in ein paar Jahren etwas abgeflaut sein wird und es vorerst zweifelhaft ist, ob die verschiedensten Arten psychischer Erkrankungen (z.B. Depressionen oder Psychosen) vor allem auf eine Störung des Mikrobioms zurückzuführen sind, wie es John Cyran, einer der Stars unter Mikrobiotikern, vollmundig verkündet, so bringt sie doch erstaunliche Erkenntnisse mit sich.

Denn die ca. 200 verschiedenen Bakterienarten, die allein unseren Darm bewohnen, sind nicht nur ein hilfreicher Sparring-Partner für unser Immunsystem und helfen uns dabei aus der Nahrung wichtige Enzyme zu gewinnen, sondern „bestellen“ selber mittels des Vagus-Nervs, der den Darm mit dem Gehirn verbindet, die Art von Nahrungsmitteln, die sie zum überleben brauchen. So erklärt, sich ein manchmal auftauchender, scheinbar zufälliger Heißhunger, den man auf einen Salat oder – leider – auch eine Sahnetorte verspürt.

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Das Mikrobiom des Darms ist ein sich selbst verstärkendes System: Es siedeln sich die Bakterien an, denen wir Nahrung geben – und umgekehrt verlangen dann diese wieder nach dem Essen, das ihnen schmeckt. Das ist ein Problem, denn durch die westliche Ernährungsweise, die besonders viel Zucker und gesättigte Fettsäuren enthält, verbreiten sich in unserem Verdauungsapparat vor allem solche Bakterien, die uns träge, dick und krank machen – und die ständig nach mehr Futter verlangen. Dass so viele Menschen wirklichen Genuss mit überzuckerter Schokolade verbinden und sich trotzdem zum Frühstück voller Verbissenheit einen Grünkohl-Ingwer-Smoothie zubereiten, zeigt, wie schwierig es für uns ist, einfach unserer Intuition zu folgen.

Schuld daran sind nicht nur die „falschen“ Bakterien in unserem Inneren, sondern auch die Milliarden, die die Nahrungsmittelindustrie in aufwendige Werbekampagnen steckt, um ihre krank und süchtig machenden Billigprodukte unters Volk zu bringen. Ethnologen berichten immer wieder, dass von ihnen beobachtete indigene Völlker im Amazonas oder auch auf Papua voller Unverständnis, ja Abscheu reagieren, wenn sie mit industriell hergestellten Fertigprodukten konfrontiert sind. Gleichzeitig haben diese Menschen mit die vielfältigsten und gesündesten Mikrobiome auf dem Planeten.

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